Islay
Nicht des Grüns
der stillen Häuser wegen.
Es zieht mein Geist.
Aus Zwillingsblasen,
Darren, dunkler Heide.
Ich lass in salz’gem Atem
Ingwer tönen und Lavendel,
mein hauchend Spiel
in Zungenklüften.
Aus tiefem Torf
nehme ich Brombeergestalt,
wickle Synapsen in Seetang
und Marzipan. Schwelge,
explodiere, spüre nach!
Tanze auf blumiger Torfigkeit,
blühende Beeren lass
sich entfalten. Aus öligen Schlieren
schmeichle ich Gold und Bernstein
in flackernde Pupillen.
Durch Zedernholz und
Rauch gehe ich ab,
eichentönern und
ferner werdend.
© Werner Pelzer
blechkuchen
nimm ruhig ein großes
stück ich hab ihn extra für
dich mit viel muskat gebacken
beiß kräftig ins ofenwarme
und speichle es gut ein damit
keine krümel aufs laken fallen
© Manfred Peringer
mahlzeit
kommt einer
bereitet dir die zutaten
hängt das rind gut ab
filetiert den fisch
klopft das schwein weich
paniert die pute
dass dir das wasser zusammenläuft
hat die teller vorgewärmt
das süppchen die antipasti
die gemischten salate
abgeschmeckt mit kräutern
die gürkchen die kölbchen
süßsauer eingelegt
richtet dir später die schenkel
lässt das bauchfleisch die nierchen die lende
braten schmoren dünsten
wie das zergeht auf der zunge
wie das mundet die kartöffelchen
die böhnchen die sößchen
alles würzig sämig gebuttert
für den seligen seufzer
und jetzt
espresso
© Paul Pfeffer
Früh übt sich
Ein Feister ach
Du dick
Ess Ei Schinken
Speck
Nacken auch
Schweine
Bauch Protz
Muskel Roll
Mops zum
Nächsten Fett
Fleck
© Jürgen Preuss