Ab Rüthen, Nuttlar, Wünnenberg
so unterm Wolkendickicht zwischen
Büren, Brenken, Verne, Thüle,
Düstergrün und schiefem Dach
auf grauer Spur erztief im Land,
naturtriebtrüb, schieferndes Herz.
© Rolf Birkholz
Ab Rüthen, Nuttlar, Wünnenberg
so unterm Wolkendickicht zwischen
Büren, Brenken, Verne, Thüle,
Düstergrün und schiefem Dach
auf grauer Spur erztief im Land,
naturtriebtrüb, schieferndes Herz.
© Rolf Birkholz

ist kein Schauplatz, kein Drehort,
nichts, was angekündigt, nichts,
wovon berichtet werden wird.
Hier liegen die Steine am Hang,
bevor sie zu Sand zerfallen,
und der Himmel darüber
zieht stündlich neue Farben auf.
Das Wissen und das Unwissen,
von denen wir leise sprechen,
erscheinen uns wie Jahreszeiten,
mit Gänsehaut im Juliregen
und warmen Tagen im Winter.
© Helwig Brunner
2
Nur ein Hauch, nur ein Flügelschlagen,
erfasst von des Windes Spiel,
mein Gedanken mit Hoffnungsschwingen
wie ein Pfeil weit hinaus getragen,
letztlich schwankt und verfehlt das Ziel,
das im Sonnenlicht weit oben
unendlich lockend erschien,
stürzt hinab mit hängenden Flügeln,
Enttäuschung, Illusion zerstoben,
so tief verborgen das Erhab’ne
und das, was wir ersehen,
nur Spiegelung, Widerschein,
der die Sinne aufreizt und blendet,
auch könnten wir niemals bestehen
vor seinem stärkeren Sein
© Claus Clunie
Gelockt
von ihrem Duft
kniest du
auf ihr
berührst sie
mit
suchenden Händen
fasst sie
umfängst sie
um sie
wieder zu entlassen
in ihrem Ursprung
beugst dich
zu ihr nieder
und Dankbarkeit
führt
deine Lippen
zur Berührung
Erdenlust
© Katharina Muth
der Mann auf dem Mond
in der Ecke
steht das Aquarium
mit toten Fischen
auf dem Bauch
drehen sich die Luftlichter
mit der Zeit
im Quadrat
und zwischen den Stahlbeinen
hängen die Wolken
kajalschwarz
von den Wänden
in den Staub
fliegt
der Atem
auseinander
mit der Fantasie
in Stücken
auf der Asche
des aufgerissenen Rückens
am Ground Zero
© Olaf Kurtz
